Konzept

Der Selbsterntegarten wird im Stil einer Solidarischen Landwirtschaft (SoLawi) geführt. Das bedeutet, dass die gesamte Produktion der Erntegemeinschaft gehört. Diese setzt sich aus Mitgliedern zusammen, die sich jeweils für ein Jahr anmelden und einen Jahresbeitrag bezahlen. Durch die Beiträge werden alle Produktionskosten finanziert und das Risiko von Ernteausfällen wird auf viele Schultern verteilt. Das bedeutet aber auch, dass in einem guten Jahr alle zusammen im Überfluss leben – zumindest was das Gemüse betrifft.

Mit dieser finanziellen Sicherheit im Rücken kann dann beim Anbau der Schwerpunkt auf nachhaltige Prinzipien anstelle von Profitabilität gelegt werden. Der Boden wird schonend bewirtschaftet und der Einsatz von Maschinen möglichst gering gehalten. Das gekaufte Saatgut stammt aus biologischer Züchtung und ist samenfest. Es werden keine synthetischen Spritzmittel gegen Unkraut, Krankheiten oder Schädlinge verwendet und auch der Einsatz von im Bioanbau zugelassenen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung wird nach Möglichkeit vermieden. Stattdessen kann der Garten naturnah bewirtschaftet werden. Das bedeutet, dass versucht wird, ein ökologisches Gleichgewicht aufzubauen. Ein gesunder und humusreicher Boden muss weniger gedüngt werden und es entstehen weniger Krankheiten. Eine hohe Artenvielfalt verhindert, dass einzelne Schädlinge sich ausbreiten und ganze Ernten zerstören können. Gesunde Pflanzen mit starken Wurzeln sind widerstandsfähig und dürfen auch mal von Gartenbewohnern angeknabbert werden. So haben alle etwas davon – die Erntegemeinschaft, die Gärtnerin und das Naturleben.